Samstag, 31. Januar 2015

In Richtung Süden


Schon wieder sind drei Tage vergangen. Die erste Nacht wurde schon wieder fast zu einem Farmstay.

Ein Landwirt überholte mich, als ich mich nach einem schönen Platz umsah. Als wir mit spanisch nicht weiter kamen, griff er zum Telefon – und schon hatten wir einen Dolmetscher.

Er lud mich auf seine Farm ein – aber heute wollte ich mein Lomo machen, bevor es ungeniessbar wurde. Auch meine Spanisch-Kenntnisse werden nicht besser, wenn ich nicht zum lernen komme.

Er willigte ein, auf seinem Land zu übernachten und wies mich auf die Trockenheit hin – ich solle vorsichtig sein mit Feuer. Da es wirklich trocken aussah – deutete ich ihm an, dass ich kein Feuer machen werde.

Freitag, 30. Januar 2015

Hacienda und Lagerfeuer am Strand

So war ich früh wach und fuhr gemütlich an der Küste entlang in Richtung Süden. Als nächstes steuerte ich den Urlaubsort Mar de las Pampas an. Wieder wunderschöne Häuser in den Wäldern, einfach traumhaft anzusehen! Es ist mehr ein Dorf als eine Stadt und gefällt mir auf Anhieb sehr gut. Schöne Strände, einfach schön.

Als nächstes ging es nach Balneario Mar Azul, welches wesentlich einfacher aussah und nicht so pompöse Bauten aufwies.

Und das beste war - hier darf man mit dem Auto am Strand entlang fahren. Und anders wie in Daytona-Beach darf man hier machen was man möchte - keine Polizei die jeglichen Spass unterdrückt.

Mit dem Geländewagen am Strand - in Argentinien legal - Panamericana 2015

So tobte ich mich etwas aus, bevor ich Mar del Plata ansteuerte. Das ist eine riesige Stadt - die ich zur Mittagszeit erreichte. Die Strände hier sind unglaubliche Batterien von Sitz/Schirmreihen, dagegen ist Rimini in Italien ein Kindergeburtstag.

Ich tingelte drei Stunden durch die Stadt, bevor ich mich zur Weiterreise entschied. Ich hatte genug von dem Campieren hinter Tankstellen, ich wollte wieder ein Lagerfeuer und mein eigenes herrliches Fleisch zaubern.


Donnerstag, 29. Januar 2015

Pinamar und Umgebung

Panamericana - Ushuaia nach Alaska im 2015

Ich verbrachte den Tag in Pinamar. Nach dem Gewitter sind die Temperaturen tagsüber von 34 Grad auf 20 Grad gefallen - perfekt, um durch die Stadt zu schlendern. Aber ans baden im Meer war nicht zu denken.

In Pinamar hat es unglaublich schöne Häuser und Villen, die in den lichten Wald hineingebaut sind, echt toll anzusehen. Das Gewitter hat die Strandstrassen zu einem abenteuerlichen Track mutieren lassen - rund um mich herum blieben die Fahrzeuge stecken - und mussten wieder geborgen werden. Mit Brummie hatte ich da natürlich keine Probleme.

Panamerika mit dem GeländewagenPlanamerika Reise - ein Traum wird wahr!
Die Stadt ist viel organisierter, sauberer und fühlte sich sicherer an wie Mar de Ajo - dafür fehlte aber auch das Flair - weil in Mar de Ajo ein riesiger Bereich für den Verkehr gesperrt ist, wo sich das Leben und die Geschäfte konzentrieren.

Dafür hat es tolle Strände - auch wenn das Meerwasser wirklich braun ist. Schade das die Temperaturen so tief sind!

Es war schon wieder 1 Uhr nachts, bevor bis ich mich von der Stadt lösen konnte und so habe ich wieder hinter einer Tankstelle mein Camp aufgeschlagen.

Endlich am Meer

Nun habe ich die Küste erreicht und schon mal die kleinen Küstenstädte San Bernando und "Mar de Ajo" erkundet.

Die Küstenstädte sind unglaublich. 2-3 geteerte Strassen führen ins Zentrum, die jeweils einen Polizei Checkpoint haben. Sobald man die "Hauptstrassen" verlässt, gibt es nur noch Dirttracks.

Auch sehen die Städte etwas heruntergekommen aus - zumindest erscheint mir das so, nach den doch recht gut ausgebauten Dörfern und Städten auf dem Weg hierher.

Aber sobald es Nacht wird - entwickeln beide Städtchen einen unglaubliches Flair. Leuchtreklamen und Neonlichter geben den Strassen ein völlig neues Gesicht. Und hier steppt der Bär, hier ist gerade die Touristen-Saison im Höhepunkt.

San Bernardo del Tuyu


Ich stellte Brummie auf einem bewachten Parkplatz ab - und konnte so unbeschwert durch das Nachtleben schlendern. Bei dieser Hitze ganz schön schweisstreibend.

Plötzlich fing es an zu stürmen und zu wetterleuchten - durch die Straßen zogen Windböen die den Sand vom Strand herantrugen - und ich schaute zu, dass ich wieder zu meinem Auto kam.

Einen Platz für die Nacht hatte ich noch nicht, also mal bei Dunkelheit auf den Weg gemacht. Blitz und Donner setzten ein - und ich entschloss mich zu Grey-Camping - hinter einer Tankstelle an einer grossen Strasse. Nicht der sicherste Ort, aber naheliegend.

Mittwoch, 28. Januar 2015

unterwegs nach Pinamar

Der direkte Weg nach Pinamar sollte von Rosario aus in sieben Stunden zu machen sein, aber ich habe es ja nicht eilig - und werde wohl zwei Tage benötigen.

Immer wieder nach dem Zufallsprinzip, steuere ich auch mal ein Dörfchen oder eine kleine Stadt an, zum Einkaufen und Sightseeing.

Einkaufen ist nicht immer leicht für mich. Oder hättet ihr unter "Autoservicio" einen kleinen Supermarkt mit Metzgerei erwartet? Und hier waren wenigstens noch einige Schilder platziert und das Haus angeschrieben - oftmals hilft nur aussteigen und nachzuschauen.

Mariano meinte dazu, dass im Dorf sowieso alle wissen wo der Laden ist, dass es daher keine auffällige Werbung braucht.

Ein unscheinbarer Supermarkt in einem Dorf


Dienstag, 27. Januar 2015

Adventure-Overland: der Weg ist das Ziel - Panamericana

Lagerfeuer Romantik in Argentinien, dem ersten Land meiner Panamericana Reise. Ein schöner Wildcamping Spot!

Nach meinem Abschied aus Rosario - geht das Abenteuer erst richtig los. Es war schon zwei Uhr nachmittags, bis ich mich verabschiedet und sortiert hatte. Diese Wechsel zwischen Hotel/Wohnung und Overlanding im Fahrzeug empfinde ich immer als recht anstrengend.

Im Fahrzeug ist man ganz anders organisiert und das Packen und Zusammenstellen für den jeweiligen Umzug ist gar nicht ohne. Dann muss man auch noch den Batteriestatus im Auge behalten oder Tiefkühler und Kühlschrank am besten gleich ausschalten.

Aber ich will nicht jammern - nur aufzeigen dass einen diese Wechsel immer etwas aus dem gewohnten Trott reissen. Aber nun bleibt es ja eine Weile beim Overlanding.

Montag, 26. Januar 2015

Carneval del pais

Carneval del pais

Auf meiner ToDo Liste für diese Reise steht das Fischen ganz weit oben, ich würde meine Speisekarte gerne selber erweitern können, wenn das Camp mal an einem Fluss, See oder direkt am Meer liegt.

Als Mariano mir vorschlug, dass wir die Ranch seiner Famillie besichtigen können, Reiten und Fischen können, war ich natürlich hellauf begeistert.

Jimena schlug auch noch vor, dass wir zum Carneval gehen können, der jedes Jahr in Gualeguaychu standfindet, der grösste und berühmteste Carneval von Argentinien.

Da mein Trip im Februar nach Rio mit Mav und Mathieu noch in den Sternen steht, war ich auch hier Feuer und Flamme.


Carneval del paisCarneval del pais


Carneval in Rio würde ich gerne machen, aber ich habe keine Ahnung, wo ich im Februar genau bin und ob ich da dann auch einen Stellplatz finde – wo ich das Auto mit gutem Gewissen einige Tage stehen lassen kann.