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Dienstag, 24. März 2015

Anden Biwak auf 4459m



Ich wachte auf einem staubigen und sandigen Platz auf, ca 40m neben der Strasse. Der Eingang zur Ranch der gestern noch zugekettet war – nun war das Tor noch verschlossen aber die Kette verschwunden.

Das habe ich wohl selig verschlafen. Was für ein Glück dass derjenige sich nicht an meiner Anwesenheit gestört hat.

Hier ist es zu ungemütlich für ein Frühstück, also erst einmal ohne alles in den Tag starten. Nach kurzer Fahrt erreiche ich Pozo Almonte. Eine Petrobas Tankstelle nutze ich um die Scheiben mal wieder zu putzen. Getankt hatte ich noch gestern nach – daher ersparte ich mir das. Beim Händewaschen entdeckte ich dass die Tankstelle über mehrere Duschen und Warmwasser verfügte –perfekt.

Der Ort ist ganz im Western Stil gehalten, daher knipste ich einige Bilder und plünderte noch einige Marktstände – Früchte und Gemüse fehlten im Sortiment.



Montag, 23. März 2015

PPP und die Panamericana

PPP = Pleiten, Pech und Pannen....
Am Morgen ging es nach Calama Downtown, Tanken, Shoppen, Sypen. Ich ergatterte leckeren rezenten Käse und mehrere Salamis auf gut Glück, keine Ahnung was der Zoll von Bolivien zu dem Thema sagen wird.

Von der Heimatfront höre ich nichts Gutes, die Ersatzteile kommen nicht rechtzeitig an. Dafür bietet mir meine Mama an, diese zu bringen sobald sie da sind – dass nenne ich doch mal ein Wort. Trotzdem werden wir Fedex und DHL sicher auch noch auslooten. Meine Freundin ist froh, dass sie nun doch ohne Übergepäck anreisen kann.

Gestern bei der Zufahrt zu der Oase ist mir ein lautes Scheppern aufgefallen, was ich auf zwei leere Petflaschen geschoben hatte.

Während eines Skype Telefonates während ich noch einen Behälter mit Benzin füllen lasse, stelle ich auf einmal verwundert fest, dass die Spaltmasse der Motorhaube so gar nicht mehr stimmen.

Ich ging da der Sache während des Gesprächs nicht auf den Grund, und vergass, das Ganze auch schnell wieder.

Jetzt soll es nochmals so richtig deftig knackig werden. Ich plane die Strecke Calama, Ollegue, Colchane, Putre, also 2-3 Tage auf 4000m plus und viel viel Piste.

Sonntag, 22. März 2015

Mal wieder umkehren...


Ich hatte in „San Pedro de Atacama“ schöne kleine Vollkorn Brote ergattern können, das einzige positive an einer Touristen Hochburh. So gab es ein äusserst leckeres Frühstück, danach nahm ich mir Zeit für Zahnpflege und Co.

Beim Versuch Tee zu kochen stellte ich fest dass sich der volle Tank des Ersatz-Coleman Kochers eigenständig geleert hat – der Tank scheint inkontinent zu sein. Ein voller Tank reicht in der Regel 3 Tage – nun stehe ich mal wieder ganz schön blöd da.

Ich bin noch immer ohne Reiseführer unterwegs, aber meine Mama verfolgt meine Reise via Satelliten-Livetracker und gibt immer mal wieder Sightseeing-Tipps via Satelliten-Messenger und Email.

So kam ich auch zu dem Ziel der Geysierfelder von „El Tatio“. Ich machte mich auf also auf den Weg und nach keinen 30km Piste traf ich auch schon auf die Polizei die auf mich zukam. Ich öffnete das Fenster und nötigte sie so zum Anhalten und etwas Smalltalk.

Mit einem tieferen Blick auf Brummie hielten Sie das ganze für möglich – aber dass kenne ich ja schon – ich werde selber herausfinden müssen was geht und was nicht.

Die Oase an der ich genächtigt hatte lag auf 2500m Höhe. Ich hatte mir keine Gedanken darüber gemacht auf welcher Höhe die Geysierfelder liegen, aber es ging bald kräftig aufwärts.


Samstag, 21. März 2015

Höhenrausch, San Pedro und Calama


Heute morgen stand ich früh auf, bevor die Schlange zu lang wurde. Kurz nach 7 stellte ich den Land Cruiser in die Warteschlange und ging dann wieder ins Restaurant der Tankstelle. Probierte ob ich mit der Kreditkarte ein Frühstück ergattern kann.

Ging nicht aber als ich da sass und mein Tagebuch schrieb, bemerkte ein anderer Reisender meine Misere und gab mir einen Kaffee aus.

Danach hiess es warten. Sogar kurz vor 9 ging die Grenze schon auf, aber es war schon klar dass es länger dauern wird. Tip: versuche immer am frühen Nachmittag die Landesgrenze zu passieren. Alles andere kann dauern.

Nun ist 9:45 und so langsam sieht es so aus dass auch ich dran komme. Die 4 Fahrzeuge die schon vorgelassen wurden mussten alles ausladen und röntgen lassen – ich hoffe dass sie bei mir das Fahrzeug durchsuchen – alles ausladen kann dauern.....

Drückt mir die Daumen! Nach meinem Wissen habe ich nur Feuerholz und Honig was fraglich wäre, aber man weiss ja nie. Reis, Teigwaren, Kartoffelpuffer etc etc. hier herrscht komplette Willkür und es ist nicht so dass schmieren hier helfen würde.


Das Brennholz wurde natürlich konfisziert und dazu eine Packung Studentenfutter welches ich aus der Schweiz mitgebracht habe – und gefühlte 10 Grenzübergänge ohne Probleme überstanden hatte.

Angebljch wären nur die getrockneten Weinbeeren ein problem, den ich könne das aussortieren. Ich meinte das wäre mein Frühstück, und futterte fleissig vor mich hin, mistrauisch von einem Grenzbeamten beäugt. In der Tat hatte ich Hunger und gar nicht mehr gewusst dass ich noch so etwas leckeres habe.

Mittwoch, 11. März 2015

Schutzengel in den Anden


Heute sollte es nach Santiago gehen, um den fälligen Ölwechsel durchzuführen. Dank die FA Nestle konnte ich zumindest schon einmal die Meldung resetten (Ölwechsel fällig). Econ*Lock, ein zusätzliches Steuerungsgerät für die Automatik funktioniert nur, wenn kein Error und keine Meldung anliegt.

Das Steuerungsgerät von Olut (aus dem Buschtaxi Forum) erlaubt es, die Gänge trotz Automatik mit gewissen Einschränkungen manuell zu bedienen. So kann ich Diesel-Gerecht von einer niedrigen Drehzahl aus beschleunigen, ohne dass die Automatik beginnt in den Gängen zu wühlen.

Aber erstmal frühstückte ich ausgiebig. Da ich keine Ahnung hatte wie gross der Fluss war, da ich nur einen kleinen Teil überblicken konnte, entschied ich mich dazu das Gebiet mit dem Quadcopter und dem Live-VideoFeed auf der Videobrille näher zu erforschen.

Ein toller Flug und ich teste auch die „Coming Home“ Funktion wenn man die Fernbedienung abschaltet – sowie das Abfangen der Funktion, so dass ich dann selber landen konnte. So langsam wird es. Der Fluss ist wohl nur zu anderen Jahreszeiten ansehlich, aktuell zeigte mir der Drohnenflug eher ein Rinnsal...

Furten in Chile


Ich habe erstmal herrlich ausgeschlafen. Keine Ahnung was gestern anders war, mit meiner Grillerei. Aber heute kommt es mir vor, als würde ich Zwiebeln ausdünsten.

Da hilft nur ein Bad im Meer J Ich schaffe es zwar rein aber es ist arsch kalt *brrrr*

Nach einem leckeren Frühstück überlegte ich mir, ob ich hier einen Tag ausspannen soll. Wenn es nur etwas wärmer wäre – also heisst es – weiter ziehen.

Während ich am Packen bin und mich an einem abgelegenen Strand wähne, kommt ein Mädel daher spaziert und fängt an, am Strand Yogaübungen zu machen.

Ich finde eine Ausfahrt die ganz entspannt fahrbar ist, bin heilfroh, dass ich nicht nochmals durch den halb zugewachsenen Track fahren muss.

Montag, 9. März 2015

Baden im Süd-Pazifik

Ich schlief genüsslich aus und frühstückte ausgiebig. Die Schweizer kamen vorbei und wollten den Weg, den ich gestern zu Beginn gemacht hatte unter die Füsse nehmen, und wir verabschiedeten uns. Vielleicht treffen wir in Peru wieder aufeinander.

Sie werden dahin fliegen und dann wieder mit dem öffentlichen Verkehr unterweg sein.

Eigentlich wollte ich mich mit meiner Freundin ja auf den Galapagos-Inseln treffen, aber leider war unsere Wunschkategorie an Schiffen fürs Insel-Hopping schon vergriffen. Auf die Galapagos geht man ja nicht so oft, wenn soll es dann schon so sein wie man das gerne hätte. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Darüber bin ich ehrlich gesagt auch nicht ganz unglücklich. Ich bin in Südamerika noch zu weit unten und in Ländern wo die Ausreise ohne Fahrzeug gelinde gesagt problematisch ist.

Nun treffen wir uns in Peru, falls alles so klappt wie wir uns das vorstellen. In drei Wochen ist es soweit J

Irgendwie bin ich mit den Fotos in diesem Nationalpark nicht zufrieden, das erste mal wo ich ein extremes Weitwinkel Objektiv oder Fisheye vermisse. Aber halt – der Quadcopter kann das doch schön auf Video festhalten.

Es macht unglaublich Spass mit dem Ding durch den Nationalpark zu flitzen, mit der Videobrille kann man weit ausserhalb des Sichtbereiches fliegen. Die Linse der GoPro nimmt leider alles aus einem verzerrten Winkel auf und so komme ich dem Antennenmast über der Hütte des Rangers gefährlich nahe. 

Sonntag, 8. März 2015

Mann trifft sich im Conquillo NP


Ich werde immer entspannter, merke ich. Mitten in der Stadt habe ich an der Haupstrasse herrlich im Auto geschlummert, konnte dank dem Wifi des Restaurants auch wieder drei neue Hörbücher in Audible herunterladen.

Um halb 8 wachte ich auf und fuhr 60 Meter weiter – in die Sonne. Da putzte ich seelenruhig die Zähne, wusch mich, zog mich an und machte anschliessend Frühstück.

Ganz so unsympatisch scheint das nicht rüber zu kommen. Denn ein „Nachbarin“ fragt mich ob ich Wasser brauche, als ich gerade am Wasserkochen bin. Das liegt vielleicht auch an der tollen neuen Frisur *grins*

Danach geht es ab auf dem Vulkan. Nach einigen Kilometern durchfahre ich eine Strassensperre – tat so als würde ich täglich durchfahren. Aber einige 100m weiter hatte ein Polizeiwagen die Strasse abgesperrt.

Ich fuhr darauf zu und versuchte die beiden Polizisten dazu zu überreden, mich durchzulassen. Ich gab mich als Fotograf aus, gab an auch Geld für eine Spezialbewilligung bezahlen zu wollen, bot Geld an – ich durfte nicht hoch.

Samstag, 7. März 2015

Vulkan Villarrica und Pucon

Ich schlief unglaublich lange und es war schon gegen 13 Uhr als ich mich daran machte, den etwas abenteuerlichen Aufstieg anzugehen.

Aber hoch geht meistens einfacher als runter – aber es war schon eine unerwartet steile Auffahrt.


Ich steuerte Villaricca an – eine unerwartet schöne wenn auch touristische Stadt. Zum shoppen optimal – aber Brummie ist schon so voll, dass ich ganz gefahrlos durch die Stadt streunen kann.

Danach geht es in Richtung Pucon, der Ort der vor nun drei Tagen evakuiert wurde. Ich hatte keine Ahnung, ob man inzwischen wieder hinfahren kann – rechnete durchaus mit einer Absperrung.

Zu meinem erstaunen erreichte ich die schmucke kleine Stadt, ohne das Spuren eines Vulkanausbruchs (Asche, Lava) sichtbar gewesen wären.

Die Stadtgrösse gefällt mir ungemein. Das Einzugsgebiet ist gar nicht mal so klein, aber das Zentrum konzentriert sich auf einen übersichtlichen Bereich. Ich liess das Auto stehen und sah mir das ganze trotz etwas Regen in Ruhe an.

Freitag, 6. März 2015

Curihue am Lago Calafquen


Da im Süden 4 Regentage prognostiziert wurden, im Norden nur ein Regentag – habe ich die Insel Chiloe (http://de.wikipedia.org/wiki/Chiloé) ausgelassen. Alles kann man auch auf einer Langzeitreise nicht sehen, auch da ist es immer eine Auswahl an möglichen Zielen.

Ich reizte die Zeit im Hotel mehr als aus, es war halb drei als ich ins Zentrum fuhr, um die Wäsche abzuholen. Danach ging es auf die Autobahn und damit in riesigen Schritten nordwärts.

Auto betankt, alle Vorräte aufgefüllt, Auto Innenreinigung, Wäsche gewaschen – ein gutes Gefühl so wieder loszufahren. Nur Brennholz fehlte mir. In Fruttilar fuhr ich nochmals von der Autobahn ab, um mir den Ort anzusehen.

Auch im grossen Supermarkt gab es kein Brennholz, in den kleinen Supermercados das gleiche – also fragte ich mich durch. Auch hier war es wieder hilfreich den Leuten ein Tablet in die Hand drücken zu können, um das Ziel auf der Karte zu markieren.

Donnerstag, 5. März 2015

Puerto Montt - und ein Tag Luxus

Fahrzeug Komplettreinigung auf der Panamerikana-Reise

Schon früh stand ich auf, beim City Camping hat man ja schon früh genügend Verkehr, der einen weckt. Leider war es schweinekalt und wolkenverhangen. Mein prüfender Blick auf den Wetterbericht ergab, dass dem Süden mit Puerto Montt, der Insel Mallen bis Chaiten ganze 4 Tage pieseliges Wetter bevorstehen.

Demgegenüber sieht der Norden recht sonnig aus. Die Insel Mallen wollte ich mir eigentlich nicht entgehen lassen - aber bei diesem Wetter..

Ich beschloss nach Puerto Montt zu fahren, um mich nach dem Kahlschlag seitens des Zolls neu zu bevorraten und natürlich auch die Stadt einmal genauer anzusehen. Schliesslich liegt die Stadt nur knappe 50km weiter im Süden.

Die Stadt gefiel mir und als ich einen Express-Wäscheservice entdeckte, lieferte ich spontan meine Wäsche ab und suchte danach einen Auto-Cleaning Service. Inzwischen ziert eine 2mm Staubschicht das Fahrzeuginnere. Zwar fahre ich meist mit geschlossenen Fenstern - aber hier ist es so staubig, dass jeder Fotostop, jedes Öffnen der Türe automatisch eine Ladung Staub ins Fahrzeug befördert.

Vorher versuchte ich meine Haare schneiden zu lassen. Das ganze endete in einem Unfall - so kurz hatte ich die Haare noch nie. Nach dem Zoll an der chilenischen Grenze heute wieder ein Kahlschlag...

Immerhin habe ich nun eine Idee, wie mir ein kompletter Kahlschlag stehen würde. Anyway, das wächst ja nach :-)

Ein wahrer Geheimtip sind die Jungs, die einem die Parktickets in den Innenstädten verkaufen. Die sind äusserst hilfsbereit, und aktivieren nur zu gerne neue Datenpakete für das Smartphone oder wissen auch wo man sein Auto reinigen lassen kann ;-)

Die Dame im Entel-Shop hat das nicht hinbekommen, sie konnte kein Englisch. Englisch können die Jungs mit den Parktickets auch nicht - aber sie sind nicht doof.


Mittwoch, 4. März 2015

Osorno Vulkan und Puerto Varas

Panamerika Roadtrip - von Ushuaia nach Alaska

Die Nacht verlief trotz dem City-Camping ruhig und ich schlief tief und fest. Am Morgen war ich recht früh unterwegs und erreichte die Grenze nach Chile gegen halb 10. Während sich in Argentinien die Abfertigung staute, war in Chile dann alles wieder fliessend – was sich als gar nicht so positiv herausstellte.

Die Papierabfertigung war in 20 Minuten gemacht, danach kam der Zoll und das erste Mal haben sie mich richtig zerpflückt. Jede Tasche, jede Schublade Tiefkühler, Kühlschrank, Dachbox, wenn ich Lomo geschmuggelt hätte, wäre ich fällig gewesen.

Da sie augenscheinlich Zeit hatten, kümmerten sich ca. 6 Zöllner um mich, ich hatte alle Mühe, das ganz Schrittweise ablaufen zu lassen, dass sie nicht alle gleichzeitig meine Sachen in alle Himmelsrichtungen verteilten. Da jeder Zöllner immer etwas Neues sehen wollte, nahm ich den anderen, die bisher durchsuchten Sachen weg, um einigermassen den Überblick zu behalten.

Durch die neuen Impulse der anderen wurde zwar alles durchsucht, aber sehr oberflächlich.

Bis auf Honig hatte ich nichts dabei was anstösslich gewesen wäre, den haben sie übersehen. Dafür haben sie mir alle „geöffneten“ Salami und Käse Produkte abgeknöpft.

In Argentinien werden die Salamis offen, dh nicht Vakuum verpackt verkauft – und so wanderten 5 Salamis in die Entsorgung. Wie ich schon von anderen Reisenden gehört hatte – reine Glückssache.

Samstag, 28. Februar 2015

Rafting in Futaleufu



Am Morgen verschlief ich etwas und erreichte Futaleufu erst gegen 12 Uhr, nach einem ausgiebigen Frühstück. Ich war selber gespannt, ob ich mich zum Rafting durchringen werde, schliesslich bin ich bei solchen Sachen meist doch etwas zurückhaltend.

Ich traf wieder auf die beiden Deutschen mit Pickup und Wohnkabine, die ich gestern kennengelernt hatte. Sie erzählten mir, wo sie das Rafting gebucht haben – und bei welchen Anbieter. In 50 Minuten ginge es los.

Wie üblich fuhr ich erst einmal gemächlich den Ort ab, um einen Überblick und Eindruck zu haben. Auch hier ein kleines Nest, welches aber durch eine hohe Dichte von Supermarkets, Hostels und Campingplätzen aufwartete.


Freitag, 27. Februar 2015

Chaiten und Amarillo Therme

Parc Pumalin - a wonderful place

Am nächsten Morgen gab es ein ausgiebiges Frühstück und ich entschloss mich dazu, auch das Seil am Ende meines Wildcampspots zu überwinden.

Früh rein und früh wieder raus – was soll da schon passieren? Ich legte die Geländeuntersetzung ein und folgte dem Wanderweg – der zwar recht deftige Kurven und Steigungen hatte, aber noch immer in hervorragender Qualität war.

Ich erreichte das Ende des fahrbaren Bereiches, der einen tollen Blick auf den Gletscher und die Berge bot.

Es war aber heute irgendwie diesig, kein tolles Fotowetter. Ich machte mich auf den Rückweg und dachte mir, dass das ganze zu Fuss durchaus sportlich gewesen wäre, als mir ein Pickup entgegen kam.

Ich machte Platz und als er neben mir fuhr entdeckte ich eine Ranger-Uniform. Autsch!

Aber typisch Chile – alles easy. Oder mangels spanisch Kenntnissen den Anschiss nicht verstanden ;-)

Donnerstag, 26. Februar 2015

Park Pumalin


Die Piste war nicht so schlimm wie angekündigt. Die Planierraupen hatten das Erzeugnis der Sprengungen wieder in einen Track geformt, ohne dabei Wellblech zu produzieren.

Immer Mal wieder gab es längere Passagen in bestem Asphalt. Ich habe das Anpassen des Reifendrucks aufgegeben und fahre mit 1.7 Bar durch die Gegend. Auf Asphalt mit 90 und Tempomat.

Zur Mittagszeit sah ich eine Strasse abzweigen, die zu einigen Seen führte und entschied spontan, dass ich diesmal schon mittags ein Grillerchen starten werde, immerhin fiel gestern das Abendessen ja aus.

Ich fand einen traumhaften Platz und überlegte schon da zubleiben und einen Tag hier abzuhängen, als sich erstmalig die Boardbatterie zu Worte meldete. Ladezustandswarnung. Wohl war auch der Booster mit 2 Kühlboxen und 220v Converter etwas überfordert, zumindest bei kurzer Fahrzeit.

Mittwoch, 25. Februar 2015

Puyuhuapi und die Party mit Hitchhikern


Am Morgen ging ich noch einmal ins gleiche Restaurant, um noch die gute Internet-Verbindung auszunutzen. Auf dem Weg konnte ich auch wieder eine lokale Simkarte erwerben, sollte also auch wieder 3G Connection haben.

3G nutze ich für Messsaging, Email und zur Navigation. Anders als während unserer Transafrika-Reise habe ich diesmal ja keine offline Satellitenbilder heruntergeladen und zunehmend sind mir reine Strassenkarten nicht ausreichend genug.

Es war schon kurz vor Mittag, als ich gerade aufbrechen wollte, als ich ein „so gseht me sech wieder“ hörte. Das ältere Pärchen aus der Schweiz mit dem Wohnmobil, die ich in Bajo Caracoles (Argentinien) kennengelernt habe – haben mich wieder eingeholt.

Es ergab sich wieder ein nettes Gespräch und ich erfuhr nebenbei, dass die Ruta 7 tagsüber zwischen 13-17 Uhr wegen Sprengungen weitläufig gesperrt ist. Da wäre ich ohne die Begegnung nun direkt hineingefahren und hätte in der Warteschlange ausharren müssen.

So wurde ein gemeinsames Mittagessen aus dem spontanen Treffen, auf einmal hatte ich ja jede Menge Zeit. Danach ging es nochmals zum Fleischer und der Tiefkühler wurde endlich auch in Betrieb genommen. Wenn es nun auch noch Quarantäne-Checkpoints in Chile geben sollte, die an mein Fleisch wollen – werde ich bestimmt etwas ungehalten.

Dienstag, 24. Februar 2015

Coyhaique

Auszug aus dem Tagebuch einer Panamerika Reise - die Panamericana!

Da ich kein Fleisch ergattern konnte und mich die Temperatur nicht wirklich glücklich machte – nahm ich mir heute vor, Coyhaique zu erreichen. 

332 Kilometer sollten ja zu machen sein, dachte ich mir.  Landschaftlich war das heute wieder ein Leckerbissen. Unglaublich was sich für eine Vielfalt ausbreitete, das wiederzugeben, würden die üblichen 5-6 Fotos sprengen, die ich jeden Tag zu den Artikeln hinzufüge, aber ich hoffe meine Auswahl zeigt das doch etwas.

Mehrmals war die Strasse 10-15 Minuten wegen Bauarbeiten gesperrt. Was recht nervig war, weil jeder eine riesige Staubfahne hinter sich herzog. Wie in einer Rally konnte jede Minute einer losfahren. 

Aber die Piste war ganz angenehm zu fahren und so reduzierte ich meine Geschwindigkeit – um einfach in der Masse mitzuschwimmen. 

Leider wurde auch die Piste nach El Maiten, wo es nach Argentinien, Los Antigues abzweigt so grottig, dass ich sie nur noch hinter mir lassen wollte. Wie immer war ich ohne Frühstück gestartet und gegen 10 Uhr regte sich dann doch ein kleiner Hunger.

Montag, 23. Februar 2015

Und wieder Cochrane

Mitten in der Nacht bei strömendem Regen wurde ich von einer Durchfallattacke in den strömenden Regen geschickt. Da das Fleisch hier nicht so gut ist, hatte ich auch mal eine der Bratwürste ausprobieren wollen, wohl ein Fehler.

  
Ich muss die Dinger wohl etwas stärker grillieren, dachte ich mir. Der nächste Morgen weckte mich mit einem noch immer lauten Prasseln. Ein starker anhaltender Regen, der nicht nach Besserung aussah. Ich schlummerte nochmals zwei Stunden, aber noch immer goss es in Strömen.

Ich hatte den Fährplan abfotografiert und sah dass ich um 13 Uhr wieder bei der Fähre sein musste, sonst hätte ich erst in 5 Stunden wieder eine Verbindung.

Also probierte ich mal, das Auto aus dem inneren Fahrbereit zu machen, was mir auch überraschend gut gelang. Mit Schirm bewaffnet arretierte ich auch noch das Reserverrad. Eigentlich hätte ich den Regen gleich als Dusche nutzen können, aber bei 11 Grad machte mich diese Idee nicht so an.

Ich erreichte die Fähre ziemlich spät und hoffte, dass ich trotz der Warteschlange noch mit dieser Fähre mitfahren kann.

Sonntag, 22. Februar 2015

Ville O`Higgins


Die Östereicher waren bereits weg, als ich aufwachte, die machen es so wie wir in Afrika, mit dem eindunkeln schlafen gehen. Ich sollte wohl auch wieder in diesen Modus wechseln, da man so mehr vom Tag hat.

Aber die Lagerfeuer, der tolle Sternenhimmel – sind auch immer wieder schöne Erlebnisse.

Mir war es noch zu frisch für ein Frühstück, daher startete ich erst einmal ohne. Da ich nun wieder ins Nirgendwo fahre, brauchte ich Vorräte. Obwohl es Sonntag war, konnte in einem kleinen Laden sogar T-bone Steaks, Würste und einige andere Vorräte ergattern.

Ich hatte noch im Ohr, dass die Fährpassage, die auf der heutigen Etappe anliegt nur 4mal täglich fährt – und ich mich auf Wartezeiten einstellen soll. So verschob ich mein Frühstück weiter und fuhr die Ruta 7 entlang in Richtung Süden.

Die Strasse wurde wirklich mit der Zeit besser, und wurde auch landschaftlich äusserst schön. Unglaublich exotisch und schöne Wälder mit riesigen Farnen und Gewächsen die ich nur in kleinerer Zimmer-Pflanzen Version kenne, lösten sich mit Seen und Flüssen und Graslandschaften ab.


Ich dachte eigentlich ich hätte mit der argentinisch-chilenischen Grenze auch die Anden überquert, aber heute hatte ich einiges mehr an Pässen und Bergen zu queren. Details werde ich wohl erst erfahren wenn ich zu Hause mal die Route nachverfolge, ausser einer von euch Lesern klärt mich dazu auf.

Samstag, 21. Februar 2015

Cochrane


Der Regen hat leider das Fahrzeug gründlich gereinigt, ich hatte schon wieder angefangen einen gewissen Stolz über die Schmutz-Patina zu entwickeln. Die Ruta 7 besteht passagenweise aus Lehm, der natürlich nach dem Regen aufgeweicht ist, da kommt das Ganze bestimmt bald wieder.

Ich  nahm mein Frühstück auf dem Hügelzug mit dem Hollywood ähnlichen weissen Schriftzug Cochrane ein und steuerte danach eine Lavanderia an.

Diese drohte mir 8 Stunden an und deutete auf den verregneten Morgen. Anscheinend hat sie keinen Trockner. Auch gut, dachte ich mir, und beschloss die Ruta7 noch in Richtung Süden zu erkunden.

Im Assi-Look (meinem Trainer) tingelte ich in Richtung Süden. Die Strecke ist zu mies, um sie länger zu beharken, also ging ich das erste mal etwas ausgiebiger Wandern, der Regen hatte aufgehört und es machte Spass sich mal wieder zu bewegen.