Mittwoch, 20. Mai 2015

Sihuas nach Trujillo


Mein Wildcamp Spot war zwar nicht abgelegen, bot aber eine tolle Aussicht! Die Nacht war kalt geworden, 4 Grad zeigte das Thermometer am Abend. Von Sihuas an in Richtung Meer mussten wieder die Anden überquert werden, mein Frühstück in einer wärmeren Umgebung musste warten.

Nach dem Andenpass ging es steil ins Tal und nirgends enteckte ich eine schöne Ecke zum frühstücken. Erst im Tal selber gab es ein schönes Plätzchen. Unglaubliche 30 Grad erwarteten mich draussen - herrlich -so langsam freue ich mich aufs Meer.


Dienstag, 19. Mai 2015

Der lange Weg nach Sihuas


Als ich aufwachte war das Dorf schon lange auf. Ich entschied mich dazu, nicht mein europäisches Frühstück vorzuleben, sondern das unterwegs dann nachzuholen. Aber erst einmal machte ich mich frisch und schaute mir, mit der Knipse bewaffnet, das Dorf an.

Alle waren schon in Aufbruchsstimmung für die Feldarbeit und wir verabschiedeten uns.  

Noch immer führte der Dirttrack an einem Fluss in einem Tal entlang, in einer tollen Dschungel-Landschaft. Aber schon nach 20 Kilometern wand sich der Track in engen Serpentinen eine Hügelkette empor und man merkte, dass der Dschungel sich langsam veränderte.

Montag, 18. Mai 2015

Tingo Maria nach Sihuas


Am morgen nutzte ich noch einmal den Pool der Villa Jeniffer und fragte noch nach der Machbarkeit meiner Route. Inhaber der Anlage ist ein Däne zusammen mit seiner peruanischen Frau, die mir gestern bei der Reparatur schon unter die Arme gegriffen haben.

Meine angestrebte Route wäre zu gefährlich, meinten beide.  Ein ehemaliges Rebellen und ein Drogen-Anbaugebiet, eine der ärmsten Regionen Peru`s welches nicht sicher ist.

Mich würde da eventuell mehr Abenteuer erwarten, als ich mir wünschen würde. Es wären mit Strassenblockaden und Überfällen zu rechnen.

Besser wäre ein Stück zurück und dann über eine andere Abzweigung zurück über die Anden, oder aber die grosse Tour durch den Dschungel via...

Ich versuche immer Abenteuer und Sicherheit auf einen Level zu bringen, der für mich tragbar ist. Hier habe ich nun definitiv ein mulmiges Gefühl, aber die beiden anderen Optionen wollen mir nicht so recht schmecken.

Sonntag, 17. Mai 2015

Relaxing in Tingo Maria

Der Dschungel in Tingo Maria

Noch immer recht flau im Magen, entschied ich mich dazu, den Tag entspannt anzugehen. Das Hotel nennt sich „Villa Jennifer“ und liegt schön am Rand des Dschungels, verfügt sogar über eigene Dschungeltracks.

Ich beschloss als erstes einen Tee zu kochen, wobei mein Coleman 422 Dual-Flame Kocher nur gelbe Flammen ausspuckte. Das kenne ich aus Afrika – mal wieder hat der Generator nicht überlebt.

Die Pumpen/Generator Einheit ist neu und hat ungefähr so lange überlebt wie der alte Kocher, der in Kongo nach drei Wochen den Geist aufgab. Auf meiner Panamericana habe ich ihn bisher selten benutzt. Zum einen gab es für den Tee das „Aqua Caliente“ für schmales Entgelt an Tankstellen, zum anderen habe ich abends meist ein Lagerfeuer gemacht und gegrillt.

Samstag, 16. Mai 2015

Tingo Maria


In der Nacht musste ich trotz strömenden Regen wieder raus. Diesmal hatte mich Montezumas Rache voll erwischt. Nach dem Toilettengang habe ich auch noch die Fische gefüttert, bevor ich mich erledigt wieder hinlegte.

Ich dachte, dass ich nach den vielen Snacks in den Strassen von La Paz nun recht abgehärtet wäre, aber anscheinend sind die Hygiene-Standards in Bolivien etwas besser.

Wieder im Auto liegend, fühlte sich das Ganze an, als gäbe es ein kleines Erdbeben, welches nicht mehr aufhört, eine waschechte Lebensmittelvergiftung.  Gut habe ich einen Platz mit Toilette (Stehknarke) und Waschbecken..

So langsam half das Antibiotika und ich hatte nur noch einen ungewollten Pitstop bis zum Morgen. Erschöpft schlief ich aus, während das Leben um mich herum schon im vollen Gang war.

Freitag, 15. Mai 2015

Ab in den Dschungel


Das war mal eine kalte Nacht. Um 4 Uhr wachte ich aufgrund der kälte auf lies erstmal den Motor laufen. Die Standheizung soll bei 2500m plus ja schnell einrussen.

Die Höhe nimmt mich wieder recht stark mit, Übelkeit, Kopfweh – aber dass war ja auch ein krasser Aufstieg. Ich hörte noch ein bisschen Hörbuch und stellte den Motor dann wieder ab. Ich fühlte mich aber zu übel um nochmals einzuschlafen.

So gab es einen richtigen Frühstart und ich war schon um halb 7 wieder auf Achse. Zeit wieder etwas in tiefere Lagen zu kommen.

Die letzten 1000m hatte ich ja im dunkeln zurückgelegt, ich wurde mit einer tollen Landschaft belohnt. Trotzdem machte ich mich an den Abstieg in Richtung Tingo Maria.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Anden Überquerung

Anden-Aufstieg bei Nacht

Heute ging es durch den zähflüssigen Morgenverkehr durch Lima zu Toyota. Ich kam etwas zu spät, aber die Reparatur wurde trotzdem nach einer Stunde in Angriff genommen.

Ich verteilte zum Dank für das Abholen des Paketes ein bisschen Toblerone-Schokolade und wurde wieder im VIP Bereich untergebracht. Diesmal baute ich Reiseadapter, Steckleiste und Ladeadapter meiner Geräte auf, um alles nochmals zu Laden und machte mich an das Planen der Route der nächsten Tage.

Aber mehrere Skype Gespräche liessen die Planung etwas untergehen. Es wurde trotzdem Siesta Zeit bis der Land Cruiser fertig war. Achsvermessung, Lenkgeometrie wurden gemacht, die Buchse getauscht, der Schnorchel wieder vom Dröhnen befreit. Zusammen mit den neuen Mudterrain Reifen – eine tolle Basis für die weitere Reise!